Aus Asche oder Haar entsteht ein einzigartiger Diamant.

Die Entstehung eines Erinnerungs­diamanten

Neben der klassischen Erdbestattung ist die Kremierung eine zunehmend beliebte Bestattungsart. Die Asche der verstorbenen Person wird dabei meist in einer Urne auf dem Friedhof aufbewahrt oder, wo dies erlaubt ist, auch verstreut.

Wenn Sie die verstorbene Person auch über den Tod hinaus in Ihrer Nähe wissen möchten, bietet sich eine Diamantbestattung an. Bei dieser transformiert unser Team von ALGORDANZA einen Erinnerungsdiamanten aus der Asche Ihres geliebten Familienmitgliedes. Die Diamantbestattung kann als Ergänzung zur klassischen Urnenbestattung gewählt werden oder diese, falls in Ihrem Land erlaubt, auch ersetzen.

Suchen Sie nach einer individuellen Ergänzung zur Erdbestattung, so bietet sich der ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamant an. Wie der Erinnerungsdiamant aus Asche ist der ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamant ein wundervolles Andenken an die verstorbene Person.

Der ALGORDANZA Erinnerungsdiamant, der aus einer Diamantbestattung entsteht, ist ein unvergängliches Unikat zum Andenken und als Erinnerung an eine geliebte Person. Er ist zudem ein Schatz für die Ewigkeit, der Ihrer Familie über viele Generationen erhalten bleibt.

Der ALGORDANZA Diamant – einzigartig, wertvoll und unsterblich

Der ALGORDANZA Erinnerungsdiamant ist ein synthetischer Diamant und verfügt über identische chemische und physikalische Eigenschaften wie in der Natur gewachsene Diamanten. Um einen Erinnerungsdiamanten wachsen zu lassen, müssen wir die Bedingungen, unter denen ein natürlicher Diamant über Jahrtausende entsteht, in der Diamantsynthese nachbilden.

Gewinnen Sie einen Einblick in den Entstehungsprozess eines ALGORDANZA Erinnerungsdiamanten in unserem Video bei Vimeo. Ein ALGORDANZA Erinnerungsdiamant ist ein unvergängliches Unikat zur Erinnerung an einen Menschen über Generationen hinweg.

Der Herstellungsprozess: So entsteht ein Erinnerungsdiamant

Kohlenstoff ist das Element des Lebens und das Grundmaterial, aus dem jeder Diamant zu 99,9 % besteht. Unter gewaltigem Druck und enormer Hitze werden Diamanten von der Natur im Erdinneren geformt. Um Diamanten aus humaner Asche oder aus Haaren herstellen zu können, müssen wir die Bedingungen der Natur simulieren.

Dazu wird der Kohlenstoff zuerst aus der Asche oder den Haaren des Verstorbenen isoliert, dann in Graphit umgewandelt und schlussendlich zu einem Diamanten transformiert. Der Kohlenstoff wandelt sich dabei von der kristallinen Form der Graphit in ein Diamantgitter.

1. Die Kremation und die Kremationsasche

Die Feuerbestattung beziehungsweise Kremation ist eine seit der Bronzezeit bekannte Bestattungsart. Heutzutage erfolgt die Kremation eines menschlichen Körpers in Deutschland bei einer Temperatur über 640°C. Der vollständige Prozess kann mehrere Stunden dauern.

Bei der Kremation eines verstorbenen erwachsenen Menschen entstehen ca. 2 bis 4 kg Kremationsasche, die aus einer Vielzahl verschiedener chemischer Elemente besteht.

2. Der Kohlenstoffgehalt in der Asche

Der lebende menschliche Körper besteht zu etwa 20 % aus Kohlenstoff bzw. Kohlenstoffverbindungen. Bei der Kremation entweicht ein Großteil dieses Kohlenstoffs als gasförmiges Kohlenstoffdioxid. In der Kremationsasche selbst verbleibt dennoch ein geringer Teil des ursprünglich vorhandenen Kohlenstoffs, der in verschiedenen Ausprägungen und Kohlenstoff-Verbindungen verteilt vorhanden ist.

Der Gewichtsanteil des in der Asche verbliebenen Kohlenstoffs beträgt in der Regel zwischen 0,5 % und 2,5 % der trockenen Kremationsasche.

3. Der Empfang der Kremationsasche und rechtliche Bedingungen

Aufgrund der gegenwärtigen rechtlichen Situation ist eine Aufteilung der Kremationsasche in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt. Die ALGORDANZA erbittet sich daher die Zusendung der gesamten verbliebenen Kremationsasche in einer verschlossenen Urne von den Bestattungsunternehmen oder den Angehörigen.

Da die in der Schweiz ansässige ALGORDANZA nicht dem deutschen Bestattungsrecht unterliegt, kann sie dort legal eine Aufteilung der Asche vornehmen.

Für den weiteren Prozess werden mindestens 500 Gramm Kremationsasche entnommen, damit in der Wachstumszelle später eine ausreichende Menge an Kohlenstoff für das Wachstum eines oder mehrerer Diamanten zur Verfügung steht. Was mit der über die 500 Gramm hinausgehenden Kremationsasche geschehen soll, entscheidet der Hinterbliebene bei Beauftragung.

Eine Rückgabe der Überurne an die Hinterbliebenen oder den Bestatter nach Teilentnahme ist möglich, bitte sprechen Sie uns in diesen Fällen an.

Einschränkung für das Bundesland Brandenburg

4. Der Kohlenstoffgehalt in den Haaren

Sollte aufgrund der gewünschten Bestattungsart keine oder nicht ausreichend Asche verfügbar sein, kann ein Erinnerungsdiamant genauso aus Haaren der verstorbenen Person hergestellt werden.

Haare bestehen zu ca. 50 % aus Kohlenstoff. Für die Herstellung eines oder mehrerer ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamanten werden deshalb nur 5 Gramm Haare benötigt.

Falls nicht ausreichend Asche oder Haare eines Verstorbenen vorhanden sind, können auch andere Kohlenstoffquellen wie persönliche Briefe, Tagebücher oder Fotos verwendet werden, um die notwendige Menge an Kohlenstoff für einen Erinnerungsdiamanten zu erhalten. Sprechen Sie uns in diesen Fällen gerne direkt an.

5. Die Isolation des Kohlenstoffs

Um einen Diamanten entstehen zu lassen, ist ein mehrstufiges chemisches Verfahren notwendig. Dabei werden anorganische, oxidische und metallische Bestandteile der Kremationsasche nasschemisch oder per Pyrolyse entfernt und der kohlenstoffreiche, unlösliche Rückstand durch Filtration isoliert.

Für einen Haardiamanten werden die Haare verkohlt. Durch Pyrolyse wird der Kohlenstoff von den anderen Elementen gelöst und isoliert. Die verbliebene Menge Kohlenstoff beträgt in der Regel einige Gramme und enthält zwischen 50 und 90% amorphen Kohlenstoff.

6. Die Graphitisierung

Bevor ein Erinnerungsdiamant entstehen kann, ist die Reinheit des zu verwendenden Kohlenstoffs weiter zu erhöhen. Zudem ist die ungeordnete Anordnung der Atome des amorphen Kohlenstoffs in die geordnete Graphit-Gitterstruktur des Kohlenstoffs umzuwandeln. Diese Graphitisierung erfolgt im Vakuum auf 2‘500 °C bis 2‘700 °C.

Aus diesem Prozessschritt resultiert ein Graphit mit einer Reinheit von ca. 99 %. Die Anordnung der Kohlenstoffatome in Graphitstruktur begünstigt die darauffolgende Diamantsynthese erheblich.

7. Die Überführung in die Wachstumszelle

In einem nächsten Schritt wird das Graphit aus der Kremationsasche oder den Haaren in eine spezielle Wachstumszelle platziert.

Diese Wachstumszelle besteht aus mehr als 20 Komponenten, welche von unseren Mitarbeitern in Handarbeit hergestellt und zusammengefügt werden. Dabei wird auf höchste Schweizer Präzision geachtet, da ansonsten das Diamantwachstum erschwert oder gar verhindert wird.

Die Wachstumszelle bietet eine perfekt isolierte Umgebung für den ungestörten Wachstumsprozess eines Erinnerungsdiamanten, da in dieser die natürlichen Entstehungsbedingungen eines Diamanten simuliert werden.

8. Der Wachstumsprozess

Die Wachstumszelle wird nun sorgfältig in die sogenannte HPHT-Presse eingesetzt. HPHT steht für “High Pressure High Temperature”, also hoher Druck und hohe Temperatur. Die in Deutschland hergestellten HPHT-Pressen sind speziell konstruierte Präzisionsmaschinen mit einem Gewicht von mehr als 14 Tonnen und auf die Bedürfnisse der ALGORDANZA zugeschnitten. Die Wachstumszelle wird in der HPHT-Presse einem Druck von rund 60.000 bar und einer Temperatur von ca. 1.400 °C ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen wandelt sich die Gitterstruktur des Kohlenstoffs von Graphit in einen Diamanten um. Die Größe des Erinnerungsdiamanten wird durch die Wachstumsdauer bestimmt. Je größer der Diamant also werden soll, desto länger verbleibt die Wachstumszelle in der HPHT-Presse.

9. Öffnen der Wachstumszelle und Entnahme

Nach Ablauf der für die jeweilige Diamantgröße kalkulierten Wachstumsdauer wird die Wachstumszelle der Presse entnommen und Schicht für Schicht geöffnet.

Einzelne Komponenten der Zelle werden im Sinne des Umweltschutzes gesammelt, gereinigt und wiederverwendet.

10. Der Rohdiamant

Im Zellkern, eingebettet in einer Metallschmelze, befindet sich der neu entstandene Erinnerungsdiamant. Er hat ausgeprägte, gleichmäßige Kristallflächen und wird von der ALGORDANZA als Rohdiamant bezeichnet.

Der Rohdiamant wird nach Aufbrechen der Zelle vorsichtig mittels Säure aus der Legierung freigelegt und gereinigt.

11. Das Schleifen und Polieren

Je nach Kundenwunsch kann der Erinnerungsdiamant einen speziellen Schliff erhalten oder auch als polierter Rohdiamant übergeben werden. Soll der Erinnerungsdiamant als Rohdiamant übergeben werden, so polieren Mitarbeiter der ALGORDANZA lediglich die raue Startfläche des Diamantwachstums.

Soll der Erinnerungsdiamant einen bestimmten Schliff bekommen, wird dies von unseren externen Experten und langjährigen Partnern der ALGORDANZA in Europa übernommen. Das Schleifen und Polieren eines Diamanten ist eine Kunst, die viel Erfahrung, Feingefühl und Talent verlangt.

12. Die Lasergravur

Jeder Haar- oder Aschediamant wird im Anschluss bei der ALGORDANZA mit einer Lasergravur versehen.

Diese Lasergravur besteht aus dem ALGORDANZA Signet und der individuellen Referenznummer des Auftrags. Zusätzlich kann auf Rohdiamanten eine eigene Botschaft eingraviert werden (max. 30 Zeichen). Die Lasergravur ist nur unter einem Mikroskop mit mindestens 30-facher Vergrößerung lesbar.

13. Das Zertifikat und die Kontrolle

Nachdem der Erinnerungsdiamant geschliffen, poliert und graviert wurde, wird eine umfangreiche Dokumentation über ihn erstellt.

Jeder Erinnerungsdiamant der ALGORDANZA erhält ein Zertifikat, welches Auskunft über die Herkunft des Kohlenstoffs, die Echtheit des Diamanten sowie weitere spezifische Charakteristika des Erinnerungsdiamanten gibt. Das Zertifikat wird von Rinaldo Willy, dem Gründer der ALGORDANZA, unterzeichnet.

14. Die Übergabe

Der nunmehr fertige Erinnerungsdiamant kann entsprechend dem Wunsch der Hinterbliebenen entweder von den Angehörigen persönlich in der Schweiz abgeholt werden oder per Kurier an den Bestatter versendet werden.

Es steht den Angehörigen frei, den Diamant entweder in der Diamantschatulle belassen oder in ein Schmuckstück einsetzen zu lassen.

Nur noch ein Schritt zur Diamantbestattung

Ob Sie derzeit auf der Suche nach einem ALGORDANZA Partner sind, der die Bestattung eines geliebten Menschen durchführt oder die ersten Vorsorgemaßnahmen für sich selbst treffen möchten: Fordern Sie hier unsere aktuelle Preisliste für eine Diamantbestattung an und wir senden Ihnen alle Infos für die nächsten Schritte zu. 

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