Entstehung eines Erinnerungsdiamanten

Aus Asche oder Haaren wird ein Diamant.

Erinnerungsdiamant in Diamantschatulle

Neben der klassischen Erdbestattung ist die Kremierung eine zunehmend beliebte Bestattungsform. Die Asche der Verstorbenen wird dabei meist in einer Urne auf dem Friedhof aufbewahrt oder, wo dies erlaubt ist, auch verstreut. Ein ALGORDANZA Pur Erinnerungsdiamant ist eine besondere Alternative oder Ergänzung zur klassischen Urnenbestattung.

Eine einzigartige Ergänzung zur Erdbestattung, wenn eine solche gewünscht oder gar kulturell gefordert wird, bildet der ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamant.  Der ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamant ist eine wundervolle Erinnerung im Falle einer Erdbestattung.

Wir nutzen den Kohlenstoff aus der Kremationsasche oder den Haaren einer verstorbenen Person um einen oder mehrere Erinnerungsdiamanten aus 99,9% Kohlenstoff zu pressen.

Ein ALGORDANZA Erinnerungsdiamant ist ein unvergängliches Unikat zur Erinnerung über Generationen an einen verstorbenen Menschen.

Der ALGORDANZA Diamant – einzigartig, wertvoll und unsterblich

Der ALGORDANZA Erinnerungsdiamant ist ein synthetischer Diamant und verfügt über identische chemische und physikalische Eigenschaften wie natürliche Diamanten. Um den Erinnerungsdiamanten wachsen zu lassen, müssen wir die Bedingungen, unter denen ein natürlicher Diamant über Jahrtausende entsteht, in der Diamantsynthese nachbilden.

Gewinnen Sie einen Einblick in den Entstehungsprozess eines ALGORDANZA Erinnerungsdiamanten in unserem Video bei Vimeo. Ein ALGORDANZA Erinnerungsdiamant ist ein unvergängliches Unikat zur Erinnerung an einen Menschen über Generationen hinweg.

Diamant Auswahl und Kosten

Der ALGORDANZA Diamant – einzigartig, wertvoll und unsterblich

Kohlenstoff ist das Element des Lebens und das Grundmaterial, aus dem jeder Diamant zu 99,9 % besteht. Unter gewaltigem Druck und enormer Hitze werden echte Diamanten von der Natur im Erdinneren geformt. Um Diamanten aus humaner Asche oder aus Haaren herstellen zu können, müssen wir dieselben Bedingungen simulieren, wie sie auch in der Erde herrschen. Dazu wird der Kohlenstoff zuerst aus der Asche oder den Haaren des Verstorbenen isoliert, dann in Graphit transformiert und schlussendlich zu einem Diamanten gepresst.

1. Die Kremation und die Kremationsasche

Cremated remainsDie Feuerbestattung beziehungsweise Kremation ist eine seit der Bronzezeit bekannte Bestattungsart.

Heutzutage erfolgt die Kremation eines menschlichen Körpers in Deutschland bei einer Temperatur über 850°C. Der vollständige Prozess kann mehrerer Stunden dauern.

Bei der Kremation eines verstorbenen erwachsenen Menschen entstehen ca. 2 bis 4 kg Kremationsasche, die aus einer Vielzahl verschiedener chemischer Elemente besteht.

2. Der Kohlenstoffgehalt in der Asche

Carbon concentrationDer lebende menschliche Körper besteht zu etwa 20 % aus Kohlenstoff bzw. Kohlenstoffverbindungen. Bei der Kremation entweicht ein Großteil dieses Kohlenstoffs als gasförmiges Kohlenstoffdioxid.

In der Kremationsasche selbst verbleibt dennoch ein geringer Teil des ursprünglich vorhandenen Kohlenstoffs, der als amorpher Kohlenstoff, Ruß oder Koksrückstand vorliegt. Der Gewichtsanteil des in der Asche verbliebenen Kohlenstoffs beträgt in der Regel zwischen 0,5 % und 2,5 % der trockenen Kremationsasche.

3. Der Empfang der Kremationsasche und rechtliche Bedingungen

Reception Aufgrund der gegenwärtigen rechtlichen Situation ist eine Aufteilung der Kremationsasche in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt.

Die ALGORDANZA erbittet sich daher die Zusendung der gesamten verbliebenen Kremationsasche in der verschlossenen Urne von den Bestattungsunternehmen oder den Angehörigen.

Da die in der Schweiz ansässige ALGORDANZA nicht dem deutschen Bestattungsrecht unterliegt, kann sie dort legal eine Aufteilung der Asche vornehmen,

Für den weiteren Prozess werden mindestens 500 Gramm Kremationsasche entnommen, damit in der Wachstumszelle später eine ausreichende Menge an Kohlenstoff für das Wachstum eines oder mehrerer Diamanten zur Verfügung steht. Was mit der über die 500 Gramm hinausgehenden Kremationsasche geschehen soll, entscheidet der Hinterbliebene bei Beauftragung.

4. Der Kohlenstoffgehalt in den Haaren

Sollte aufgrund der gewünschten Bestattungsart keine oder nicht ausreichend Asche verfügbar sein, kann ein Erinnerungsdiamant genauso aus Haaren der verstorbenen Person hergestellt werden.

Haare bestehen zu ca. 50 % aus Kohlenstoff. Für die Herstellung eines oder mehrerer ALGORDANZA Haar Erinnerungsdiamanten werden deshalb nur 5 Gramm Haare benötigt.

Falls nicht ausreichend Asche oder Haare eines Verstorbenen vorhanden sind, können auch andere Kohlenstoffquellen wie persönliche Briefe, Tagebücher oder Fotos verwendet werden, um den benötigten Kohlenstoff für einen Erinnerungsdiamanten zu erlangen. Sprechen Sie uns in diesen Fällen gerne direkt an.

5. Die Isolation des Kohlenstoffs

Isolation of CarbonUm einen Diamanten entstehen zu lassen, ist ein mehrstufiges chemisches Verfahren notwendig.

Dabei werden anorganische, oxidische und metallische Bestandteile der Kremationsasche nasschemisch entfernt und der kohlenstoffreiche, unlösliche Rückstand durch Filtration isoliert.

Für einen Haardiamanten werden die Haare verkohlt. Durch Pyrolyse der Kohlenstoff von den anderen Elementen gelöst und isoliert. Die verbliebene Menge Kohlenstoff beträgt in der Regel einige Gramm und enthält zwischen 50 und 90 % amorphen Kohlenstoff

6. Die Graphitisierung

GraphitizationBevor ein Erinnerungsdiamant wachsen kann, ist die Reinheit des zu verwendeten Kohlenstoffs weiter zu erhöhen. Zudem ist die ungeordnete Anordnung der Atome des amorphen Kohlenstoffs in die geordnete Graphit-Gitterstruktur des Kohlenstoffs umzuwandeln.

Diese Graphitisierung erfolgt im Vakuum auf 2‘500°C bis 2‘700°C.

Dieser Prozessschritt resultiert in einem Graphit mit einer Reinheit von ca. 99 %. Die Anordnung der Kohlenstoffatome in Graphitstruktur begünstigt die darauffolgende Diamantsynthese erheblich.

7. Die Überführung in die Wachstumszelle

Growing CellIn einem nächsten Schritt wird das Graphit aus der Kremationsasche oder den Haaren in eine spezielle Wachstumszelle überführt.

Diese Wachstumszelle besteht aus mehr als 20 Komponenten, die von unseren Mitarbeitern in Handarbeit hergestellt und zusammengefügt werden. Dabei wird auf höchste – Schweizer – Präzision und Reinlichkeit geachtet, da ansonsten das Diamantwachstum erschwert oder gar verhindert wird.

Die Wachstumszelle bietet eine perfekt isolierte Umgebung für den ungestörten Wachstumsprozess eines Erinnerungsdiamanten, da in dieser die natürlichen Entstehungsbedingungen eines Diamanten simuliert werden.

8. Der Wachstumsprozess

Growth Process Die Wachstumszelle wird nun sorgfältig in die sogenannte HPHT-Presse eingesetzt. HPHT steht in diesem Fall für “High Pressure High Temperature”, also hoher Druck und hohe Temperatur. Die in Deutschland hergestellten HPHT-Pressen sind auf die Bedürfnisse der ALGORDANZA hin speziell konstruierte Präzisionsmaschinen mit einem Gewicht von mehr als 14 Tonnen.

Die Wachstumszelle wird in der HPHT-Presse einem Druck von rund 60.000 bar und einer Temperatur von 1.400°C ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen wandelt sich die Gitterstruktur des Kohlenstoffs von Graphit in Diamant um.

Die Größe des Erinnerungsdiamanten wird durch die Wachstumsdauer bestimmt. Je größer der Diamant also werden soll, desto länger verbleibt die Wachstumszelle in der HPHT-Presse.

9. Öffnen der Wachstumszelle und Entnahme

Removal and Opening of the Growing CellNach Ablauf der für die jeweilige Diamantgröße kalkulierten Wachstumsdauer wird die Wachstumszelle der Presse entnommen und Schicht für Schicht geöffnet.

Einzelne Komponenten der Zelle werden im Sinne des Umweltschutzes gesammelt, gereinigt und wiederverwendet.

10. Der Rohdiamant

Rough DiamondIm Zellkern, eingebettet in einer Metallschmelze, befindet sich der neu entstandene Erinnerungsdiamant. Er hat ausgeprägte, gleichmäßige Kristallflächen und wird von der ALGORDANZA als Rohdiamant bezeichnet.

Der Rohdiamant wird nach Aufbrechen der Zelle vorsichtig mittels Säure aus der Legierung freigelegt und gereinigt.

11. Das Schleifen und Polieren

Cut and PolishJe nach Kundenwunsch kann der Erinnerungsdiamant einen speziellen Schliff erhalten oder auch als polierter Rohdiamant übergeben werden.

Soll der Erinnerungsdiamant als Rohdiamant übergeben werden, so polieren Mitarbeiter der ALGORDANZA lediglich die raue Startfläche des Diamantwachstums.

Soll der Erinnerungsdiamant einen bestimmten Schliff bekommen, wird dies nur von Experten und langjährigen Partnern der ALGORDANZA in Europa übernommen. Das Schleifen und Polieren eines Diamanten ist eine Kunst, die viel Erfahrung, Feingefühl und Talent verlangt

12. Die Lasergravur

Laser inscriptionJeder Haar- oder Aschediamant wird im Anschluss bei der ALGORDANZA mit einer Lasergravur versehen.

Diese Lasergravur besteht aus dem ALGORDANZA Signet und der individuellen Referenznummer des Auftrags. Zusätzlich kann auf Rohdiamanten eine eigene Botschaft eingraviert werden (max. 30 Zeichen). Die Lasergravur ist nur unter einem Mikroskop mit mindestens 30-facher Vergrößerung lesbar.

13. Das Zertifikat und die Kontrolle

Certificate and Check Nachdem der Erinnerungsdiamant geschliffen, poliert und graviert wurde, wird eine umfangreiche Dokumentation über ihn erstellt.

Jeder Erinnerungsdiamant der ALGORDANZA erhält ein Zertifikat, welches Auskunft über die Herkunft des Kohlenstoffs, die Echtheit des Diamanten sowie weitere spezifische Charakteristika des Erinnerungsdiamanten gibt. Das Zertifikat wird von Rinaldo Willy, dem Gründer von ALGORDANZA, unterzeichnet.

14. Die Übergabe

Handing Over Der nunmehr fertige Erinnerungsdiamant kann entsprechend dem Wunsch der Hinterbliebenen entweder von den Angehörigen persönlich in der Schweiz abgeholt werden oder per Kurier an den Bestatter versendet werden.

Es steht den Angehörigen frei, den Diamanten entweder in der Diamantschatulle belassen oder in ein Schmuckstück einsetzen zu lassen.

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